Naturheilkunde für den Hund

In Bezug auf meinen vorherigen Blogbeitrag möchte ich etwas differenzierter auf das Thema Naturheilkunde im Hinblick auf gesundheitliche Störungen bei Hunden und Haustieren generell eingehen.

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Natürlich sollte im Zweifelsfall immer ein Veterinärmediziner hinzugezogen werden. In Yumis Fall allerdings wäre unser Tierarztbesuch vor wenigen Tagen nicht wirklich nötig gewesen. Ich lag schon ganz richtig mit meiner Vermutung, dass unsere Hündin mit der hormonellen Scheinschwangerschaftskaskade zu kämpfen hatte. Sie hatte weder Fieber noch erbrach sie Futter, sondern ausschließlich nur Galle, weil sie scheinbar leer im Magen war. Im Prinzip signalisierte sie FRESSENwollen. Die zwei Mahlzeiten am Tag lagen in Yumis besonderer Situation schlicht zu weit auseinander mit der Folge erhöhter Magensäurebildung. Instinktiv spult sich nach der Läufigkeit ein schwangerschaftsähnlicher Zustand ab. Der zeigt sich von Hündin zu Hündin recht unterschiedlich. Yumi benötigte offensichtlich mehrere kleinere Futterportionen über den Tag verteilt. Immerhin müssten ja Welpen im Bauch versorgt werden. Oftmals bedarf es sogar einer Futtersteigerung, welche die Tiere meist unmissverständlich einfordern. Yumi schleicht dieser Tage bei jeder Essenszubereitung – ob für sie oder für uns Menschen – in der Küche um mich herum. Sie frisst besonders gerne Warmes, wie ich herausfand. Duftet ja auch viel aromatischer.

In unserem Falle wären Fieber und Erbrechen von Futter ein Alarmsignal gewesen, welches den Besuch bei einem Veterinär nötig gemacht hätte. Da das aber nicht der Fall war, hatten wir einfach nur eine kleine Stellschraube an der Fütterung zu bedienen und schon waren der Spuckspuk und die geräuschintensive Unruhe im Bauch schlagartig vorbei. Unsere Hundetrainerin Jenny bestärkte all meine Vermutungen.

Wie auch in der Humanmedizin wird m.E. ebenso in der Vet-Medizin viel zu viel Überflüssiges getan und  Zustände sogar nicht selten verschlimmbessert durch Medikamente, Spritzen etc., welche oftmals unerwünschte Nebenwirkungen mit auf den Plan rufen und dabei nicht zuletzt die körpereigene Heilkraft untergraben. Krankheitssymptome verwaschen, so dass eine sichere Diagnose und damit echte Heilung erschwert werden.

Leider kommt in vielen Fällen die Ruhe zur Genesung viel zu kurz. Menschen gönnen sich häufig keine oder viel zu kurze Genesungspausen. Oftmals wird auch Haustieren und auch Kindern viel zu wenig Zeit für Genesung (und Entwicklung) eingeräumt. Nervosität, Verhaltensauffälligkeiten und gesundheitliche Instabilität durch ein geschwächtes Immunsystem sind die Folge.

Besinnung auf die guten alten Hausmittel wie Ruhe, Ruhe, Ruhe, Tees, Umschläge, Massagen, frische, native, der jeweils gesundheitlichen Störung angepasste Nahrung, Kräuterheilkunde und Homöopathie geben viel gute Macht an die Hand. Nicht zuletzt auch das Vertrauen in die wundersame Heilkraft des Organismus. Immer wieder ist der Schlüssel hierzu Zeit. Wie heisst es so schön „In der Ruhe liegt die Kraft!“