Alltägliche Mittagsrunde

Bei Wind und Wetter drehen wir unsere ausgedehnte Mittagsrunde. Das tut uns beiden sehr wohl. Da wird Natur zur Heilquelle und ich kann gut abschalten und auftanken für die zweite Tageshälfte. Ganz nebenbei trainiere ich immer wieder einmal den Rückruf und die Leinenführigkeit.

Samstag hatten wir mit Yumi Kontrastprogramm und besuchten mit Hundetrainerin Jenny das hiesige Einkaufszentrum. Yumi zitterte wie Espenlaub in dem Gewirr und verhielt sich deutlich entspannter, wenn sie sich bewegen durfte. Geplant ist nicht, sie ständig mit in so ein WirrWarr zu schleppen, aber kennen sollte sie auch solche Umgebungen.  Solche Übungen schmälern außerdem belastende Situationen im mehr oder weniger Alltäglichen, z.B. wenn wir durch belebte Straßen oder Parks gehen.

Ganz klar – am wohlsten aber fühlen wir uns beide in der Natur!

Endlich mal wieder

… Hundeschule an der Trave.

Yumi konnte entspannt rennen mit vielen anderen Hunden und wir lernten endlich den kleinen großen Akitarüden Raiho kennen, der vor ein paar Wochen im Zwinger Kinu Hana Ken einzog. Ein süßer, knuddeliger Wonneproppen, den ich glatt hätte klauen können.

Wir spazierten eine gute Stunden durch die eisig-vernebelten Felder an der Trave. Das tat nicht nur den Hunden richtig gut. Ich bin froh, dass Yumi nach der Scheinträchtigkeit wieder entspannter im Umgang mit anderen Hunden ist.

Einige Fotos sind von Nicole Casey, Yumis Ziehmutter. Danke ❤

Es folgen Nicoles Bilder:

Koffer beinahe ausgepackt

Nun heisst es für uns – für Yumi, Martin und für mich – uns noch einmal ganz neu aufeinander einzustellen. Man kann wohl sagen, Yumi ist nun angekommen, hat ihren Koffer fast komplett ausgepackt. Sie befindet sich derzeit in den Tagen ihres imaginären Wurfs nach der ersten Läufigkeit. Das stellt sich so dar, dass sie viel schläft und ihr Fressverhalten vollkommen verändert hat. Gestern z.B. fraß sie wieder einmal gar nichts und in den Tagen drumherum maximal 300-400 g BARF. Das ist gerade einmal die Hälfte von dem, was sie sonst vertilgte. Ich bin gespannt, bei welcher ca. Grammzahl sie sich in nächster Zeit einpendeln wird. Mit unserem BARFladen besprach ich mich diesbezüglich ausführlich. Ich stellte vorerst von wöchentlicher Dauerbestellung wieder auf Bedarfsbestellung um, bis sich Yumis Fressverhalten wieder normalisiert hat. Bei einem Gewicht von 25 kg braucht sie zukünftig vermutlich eh nur ca. 500g täglich.

Yumipoo ist sehr aufmerksam – ob im oder außer Haus. Sie bewacht ihre Umgebung mit Nachdruck. Nichts scheint ihr zu entgehen. Noch bevor ich’s selber wahrnehmen kann, hat sie längst gehört, gesehen und gerochen, dass sich uns etwas nähert. Das zeigt sie mit einigen Bellern an, dann aber übernehme ich. Gutes Teamwork!

Gestern besuchte mich meine Tochter. Yumi forderte sie immer wieder auf, mit ihr zu spielen. Dabei wurde das Wolfstier immer ruppiger, so dass meine Tochter ihr deutlich Grenzen aufzuzeigen hatte. Sie kennt sich mit Hunden gut aus, da sie damit aufwuchs. In die Schranken verwiesen, holte sich Yumel hin und wieder Streicheleinheiten ab und knabberte dabei zärtlich an Töchtings Fingern. Geht doch! Rangordnung geklärt – Menschen haben Vorfahrt. 😉

Yumi hat sich unserem Rhythmus perfekt angepasst. Sie unterscheidet längst den Werktags- vom Wochenendrhythmus und scheint Gefallen daran zu haben, samstags und sonntags ein Stündchen länger in ihrem Lager kuscheln zu können. Regen und Wind scheinen nicht so ihr Ding zu sein. Da sind wir uns also auch einig. 😀 Vielleicht kommt ja noch Schnee in diesem Winter. Das wäre fein, denn der Norden blieb im Gegensatz zum Süden unseres Landes bisher komplett verschont von Schnee und Eis. Yumi tollte im letzten Winter so gerne durch den Schnee. Ich hätte gern gesehen, wie sie sich als nun Ausgewachsene im kalten Weiß verhält.

Unsere Hündin lehnt sich dieser Tage immer häufiger gegen längst Erlerntes auf oder leidet sie gar unter partieller Amnesie? Letzteres schließe ich vor dem Hintergrund ihrer Pubertät eher aus. 😀 Wir sind also gewissermaßen auf hoher See miteinander. Sie weiß nur nicht, dass ich Kapitänin eines Schiffes bin, welches nicht Titanic heisst!

 

Kleines Training

… im Stadtpark Norderstedt.

Vor einigen Jahren fand im Stadtpark zu Norderstedt die Landesgartenschau statt. Die Stadt legte den Fokus auf Nachhaltigkeit, was dem Planungsteam aus meiner Sicht auch gelungen ist. Viele Natur- und Wiesenflächen, verschiedene Sitzgelegenheiten und der großzügige Baggersee ermöglichen eine vielfältige Naherholung, geben daneben auch Raum für diverse Veranstaltungen und Ausstellungen.

Waren Martin und ich dort noch vor einigen Monaten mit Yumis Panik vor Menschen arg beschäftigt, so schlug sie sich heute sehr tapfer. Es gab einige Bereiche, die ihr deutlich missfielen, z.B. der Kinderspielplatz, an dem ich sie heute dennoch nahe an meinem Bein sitzen und beobachten ließ, aber überwiegend ließ sie sich aufgeschlossen auf das bunte Treiben im Gelände ein. Ich konnte mich sogar zuletzt mit zwei älteren Damen unterhalten, die sich für unsere japanische Lady interessierten.

Immer wieder räumte ich kleine Verschnaufpausen ein, ließ Yumi bei Fuß stehen, damit sie genügend Möglichkeiten hatte, in Ruhe alles auf sich wirken zu lassen.

Hinterher gingen wir in unserem Stammrestaurant lecker Essen. Yumipoo lag müde und zufrieden unterm Tisch.

Heilsame Natur

Nichts ist heilsamer und entspannender als ein Aufenthalt in der Natur. Heute wehte uns ein eisiger Nord-West-Wind um die Ohren. Alles stehen und liegen lassen, von allem abschalten und ganz innig miteinander sein, – das ist Seelenbalsam.

Knapp 80 Minuten liefen wir durch das winterliche Biotop unseres Wohnortes. Ich trainierte Yumi zwischendurch ein wenig, ließ sie aber auch viel frei schnüffeln. Nun liegt sie zufrieden in einer Kuschelecke und wir genießen ein warmes Feuer im Ofen.