Ich bin sooooo stolz!

Heute war endlich wieder Le Waldi Hundeschule mit Jenny. Es hat so Spaß gemacht und wieder konnten wir erkennen, wie gelehrig Yumi war. Sie dachte richtig mit und versuchte natürlich mit allen Tricks, doch noch an Leckerlis oder Spielzeuge zu kommen, die wir teilweise für die Übungen einsetzten. Wir trainierten die Konzentration auf die Bezugsperson am anderen Ende der Leine und damit auch ein stückweit den Rückruf. So können wir zukünftig mehr und mehr gechillt mit Yumi an anderen Hunden und Co. vorbeigehen, ohne dass sie Anstalten macht, da eigenständig hinzuziehen.

Das, was uns heute aber am glücklichsten machte war, dass Yumi freudestrahlend auf die ihr sonst eher suspekt erschienene Jenny zulief. Sie begrüßte Jenny wie eine alte Bekannte. Jenny ist einfach großartig! Mit ihrem Know How weiß sie ganz genau, wie sie sich die Hunde schnell und unkompliziert zu Freunden macht. Uns beruhigt es zudem, dass sie sich mit Akitas super auskennt.

Jenny bekräftigte noch einmal die Wichtigkeit der Läufigkeit für die geistige und körperliche Entwicklung der Hündin und bestätigte unser aller Vermutung, Yumis Unsicherheit sei u.a. auf das hormonelle Vorstadium der Läufigkeit zurückzuführen. Nun stehen uns Tür und Tor offen, Yumi mehr und mehr in die Welt einzuführen. Sie ist bereit! Heute hatte unsere Hundedame richtig Bock auf Lernen und Abenteuer.

Es ist so immens wichtig, die Hündinnen NICHT zu kastrieren! Man nimmt ihnen damit so wichtige Entwicklung  für das ganze Leben. Wir hätten Yumi im Falle einer Kastration in der großen Unsicherheit, ja Ängstlichkeit belassen. Das wäre weder für sie noch für uns wünschenswert gewesen, hätte uns allen viel Lebensqualität gekostet.

Es ist spannend zu erleben, wie sich der Charakter unserer Hündin mehr und mehr herausschält. Etwa Mitte Januar würde sie ihre Welpen bekommen. Da könnte es passieren, dass sie dicke Boobs bekommt und sogar Milch einschießt. Scheinschwanger ist im Prinzip jede Hündin. Bei der einen bemerkt man es, bei der anderen weniger bis gar nicht. Auf jeden Fall aber wird sich eine auch nicht schwangere Hündin in den Tagen des Werfens verändern und auch noch einmal, nachdem der imaginäre Wurf aus dem Gröbsten heraus ist. Hündinnen werden dann oftmals richtig frech und kommen in eine u.U. heftige Pubertät. Die wäre in unserem Fall zeitlich im März angesiedelt. Auch ist es ratsam, das lernten wir heute auch, Kuscheltiere, die dann als Welpen herumgetragen werden könnten, wegzupacken, damit nicht wie verrückt Milch einschießt. Wir werden sehen, wie sich all das bei Yumi äußert. Auf jeden Fall frisst sie, als sei sie schwanger.

Ich erinnere mich, dass meine damalige Neufihündin nichts von alledem zeigte. Sie blieb stets unsere riesen Kuscheltante, gehorchte super und war kinderlieb. Aber man kann ja einen Akita nicht mit einem Neufundländer vergleichen. Überhaupt kann man keinen Hund mit einem anderen vergleichen. Jedes Lebewesen ist für sich ein eigener Kosmos.

Mit jeder weiteren Läufigkeit lernt eine Hündin, besser mit alledem umzugehen, bis sie vollends erwachsen ist. Manche Hündinnen sind allerdings jedes Mal vor der Läufigkeit  recht ungnädig mit allem und jedem, beissen u.U. sogar zu, wenn sich der hormonelle Status verändert. In ganz schlimmen Fällen wäre das z.B. eine Indikation für eine Kastration neben der gefürchteten Gebärmuttervereiterung.

So – jetzt ist aber erstmal der erste Advent und wir feiern Yumis innere Befreiung und Reifung und sind stolz auf unsere Akitanerin.