Im Training

… mit Yumipoo.

Mit unserer Hundetrainerin arbeiten wir an dem, was wir im Vorwege schon angelegt hatten. Hauptsächlich geht es um Yumis Menschenangst, die wir allein nicht optimal bearbeiten können. Trainerin Renate und ihre Kollegin sind wertvolle Helferinnen für uns. Nach einer Trainingseinheit sind wir richtig müde.

Mit Yumi im Training

Leitwölfin is in da House

Nun beginnt für uns das nonverbale Hundetraining bei einer Profitrainerin, die viel Erfahrungen mit Hunden vorweisen kann. Wir wollen damit auch gleichzeitig Yumis Grundängstlichkeit verbessern.

Eine Maßnahme z.B. ist, sie mehr oder weniger aus der Hand zu füttern an wechselnden Orten, damit klar ist, wer die Leitwölfin im Hause ist und gleichzeitig verbessern wir das Hund-Mensch Teambuilding. Auch ihre Beute teile ich ihr von jetzt ab ein, damit sind ihre Spielzeuge gemeint. Unser Augenkontakt wird intensiviert. Wir freuen uns auf das Training!

Heute wogen wir unser Yumeltier. In fast 10 Monaten wuchs sie auf immerhin 22,7 kg an. Der kleine Mann hatte schwer zu tragen. 😀

 

Vieles in Bewegung – innen wie außen

Yumi entwickelt sich prächtig. Unser Alltagsleben formt uns mehr und mehr zu einem guten  Team. Einen so überaus sensiblen, sinnesgeschärften Hund in diese unsere teils bunte, laute Welt einzuführen, bedarf Geduld und große Aufmerksamkeit. Wir können Yumi schon ganz gut lesen und wissen, wann wir ihr eine klare Linie zu ziehen haben. Sie ist überaus klug und lernt sehr schnell. Dass sie mit ihren geschärften Sinnen auch uns besonders gut lesen kann, zeigt sich immer wieder an bestimmten Beispielen, als da wären Unternehmungen mit ihr, die eine Autofahrt voraussetzen. Wir gehen vorab mit ihr eine kleine Runde, damit sie sich lösen kann. Danach zieht sie entschlossen zum Auto, nicht ins Haus. Auch ist ihr klar, wann „Mami“ allein los düst, um z.B. einkaufen zu fahren. Zwar zeigt sie mir in dem Falle auf, dass sie doch büdde mitkommen mag, begreift aber schnell, dass dies nicht passieren wird und legt sich dann für gewöhnlich zu einem ihrer Kuscheltiere.

Eine große Herausforderung stellte für Yumi das Renovieren im neuen Haus meiner Tochter in diesen Wochen dar. Teils wurden mit schwerem Geschütz lautstark Räume entkernt. Yumi durfte deshalb angebunden auf der Gartenterrasse liegen, weil’s drinnen eben zu laut war. Alle 10 Minuten sahen wir nach ihr. Doch plötzlich war sie weg, hatte ihre Leine durchgebissen und trottelte zum alten Haus meiner Tochter hinüber, dass nur zwei Hausnummern die Straße hoch gelegen war. Sie lief nicht etwa weg sondern machte uns klar, dass sie lieber in der ruhigen Küche des alten Hauses liegen wollte. Genau DAS ist es, was wir an dieser speziellen Rasse so lieben. Akitas denken mit und handeln selbstständig. Wer da lieber einen Dackel oder Pudel haben will, mag sich eben einen solch folgsamen Hund zulegen. Nichts gegen Pudel oder Dackel. Akitas aber sind wie Elefanten. Sie folgen nur, weil sie es selber wollen. Und vieles wollen sie auch, einiges aber eben nicht. Dann sucht man gemeinsam nach Lösungen, und die lassen sich immer finden. Ich höre die Anhänger der Fernsehhundetrainerligen dieser Welt protestieren, aber die moderne Kynologie ist zum Glück schon einige Schritte weiter, so dass man zwar nach geeigneten Trainern lange Ausschau halten muss, aber es gibt sie.

Akitas müssen Räume haben, um Frust abbauen zu können durch Toben,  Tollen, auch mal im Dreck baden gehen  (durchaus auch ohne Erlaubnis ihrer Menschen …), ihren Herrschaften eigene Ideen unterbreiten dürfen, denn schließlich sind sie Persönlichkeiten, die nahe am Wolf anzusiedeln sind und am Besten wissen, wann sie was brauchen. Sich z.B. an heissen Tagen eine Erfrischung zu verschaffen – auch wenn es eines im Schlamm ist -, werte ich als intelligent. Daheim warten dann eben das Duschbad und der fette Föhn! 😀  Unbequem ist es letztendlich für mich als Mensch. Aber – wollte ich es bequem haben, hätte ich keinen Vierbeiner! So einfach ist das! Ich lasse mich bewegen – innen, wie außen, und das tut gut. Yumi lässt mich dazulernen und Neues entdecken.

Akitas sind ganz besondere Hunde! Und genau deshalb haben wir sie, unsere Yumelpumel! ❤