Abgefrühstückt? Nö, noch nicht!

Während ich gegen 8:00 Uhr Yumis Frühstück bereitete, legte sie sich auf den Platz in der Küche, auf dem meine Lhasa-Apso Hündin Ri-Shum (übersetzt „Bergkatze“) sonst wohnte. An genau der Stelle befand sich ihr kleines Körbchen. Yumi entdeckte dieser Tage den Platz allmählich auch für sich, da er so schön höhlig ist. Das mögen Hundenasen ja nun einmal. Ri-Shums Geist ist hier eh noch sehr präsent. Erst vor einigen Monaten musste ich mich von der alten, kranken Hündin verabschieden. Und wer sowas schon einmal miterleben musste, der weiß, wie schwer und schmerzhaft so ein Abschied ist …

Ich ließ mir nach dem Ableben meiner Lhasamaus mit einer neuen Hündin deshalb nicht viel Zeit, da ich noch in diesem Jahr 58 Jahre alt werde. Wenn Yumi gesund alt wird, werde ich Anfang 70 sein. Irgendwo muss man die viel zitierte Kirche im ebenso viel zitierten Dorfe lassen, wenn man sich ein Lebewesen ins Haus holt. Yumi ist also mein letzter Welpe in diesem Leben. Es dauert eh seine Zeit, bis ein Junghund in der Spur ist und ich bekomme einmal mehr deutlich zu spüren, wie anstrengend und zeitaufwendig es ist, einen solchen aufzuziehen. Sollte ich im Alter von ca. 73 Lenzen dann immer noch Lust auf einen Hundekumpel haben, könnte ich mir einen in die Jahre gekommenen Vierbeiner durchaus auch aus einem Tierheim holen und mit ihm gemeinsam ganz oll werden. Vielleicht aber mag ich dann lieber hundelos bleiben? Wer weiß das schon. Aber – über was sinniere ich hier! Jetzt ist jetzt und da will ich meine Kraft hineinfließen lassen. Das Thema ist also noch lange nicht abgefrühstückt.

Ungeduldige Plappertöne drangen aus Yumis neu entdeckter Höhle zu mir nach oben, während ich ihr Frühstück zusammenstellte. Maus liebt ihr „Babyfrühstück“, welches sich aus gekörntem Frischkäse, Haferflocken, Banane, geriebenem Apfel und etwas Wasser zum besseren Vermengen zusammensetzt. Nachdem sie ihr Hundemüsli weggeschlabbert hatte, gingen wir gute 10 Minuten spazieren. Die erste Pipi ging in den Garten gleich nach dem Aufstehen.

Damit dann auch ich nach der kleinen Runde mit dem Hunde in Ruhe frühstücken konnte, gab ich Yumipoo als Nachspeise eine Kaninchenkaustange. Hat zwar nicht ganz funktioniert, da sie eher fertig war als ich und sie offensichtlich der Meinung war, Anspruch auf mein Honigtoast zu haben, aber ich machte ihr unmissverständlich klar, dass dem nicht so sei. Sie zog sich einsichtig zurück und ging auf Wildschweinjagd mit ihrem rosa Quietscheschwein, welches nicht wirklich quietscht, sondern eher Töne einer Ente absondert, wenn sie draufbeisst.

„Quak-quak-quak-quak-quak.quaaaaaak“ – ein ruhiges Frühstück klingt anders …

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