Ein Sonntag im eisigen Moor

Wollten wir uns ursprünglich mit Yumis Schwestern und ihren Zieheltern in der Hundeschule an der Trave treffen, gab es wegen Martins schmerzhafter Rückenbeschwerden kurzfristig eine Planänderung für den heutigen Sonntag. Da uns am Nachmittag mein Sohn mit seiner Freundin besuchen wollte, unternahmen wir  alle miteinander nach einem lecker Mittagessen alternativ einen kleinen Spaziergang in einem hiesigen Naturschutzgebiet, einer stimmungsvollen Moorlandschaft.

Yumi lernte heute also endlich auch meinen Sohn und dessen Freundin kennen. Zunächst knurrte und bellte sie die Fremden an, dann aber näherte sie sich den beiden  innerhalb der ersten Stunde an.

Der stimmungsvolle Spaziergang durch die vereiste, einzigartige Moorlandschaft nahe Hamburgs gefiel nicht nur uns Menschen gut. Yumi sprang und hüpfte von einer zur anderen Seite des Gehwegs, der unter unseren Füßen nur so knackte und knirschte vor lauter vereistem Schnee. Interessiert und begeistert nahm sie all die neuen Gerüche und Geräusche in sich auf. Ihre jungen Pfoten wollten alles ergründen und ihre neugierige Nase alles erschnüffeln. Tief bohrte sie ihre Nase in den einen oder anderen frisch aufgeworfenen Maulwurfshügel hinein. Immer wieder lief sie testend zwischen meinem Sohn und seiner Freundin hindurch, die  Hand in Hand – mit sich und der Welt zufrieden – mit uns auf den harschigen Untergründen unserer Ursprungslandschaft unterwegs waren, die der Frost dieser Tage in eine Kristallwelt verwandelt hatte. Uns Menschen tat die Bewegung in der winterlichen Landschaft nach dem üppigen Essen ebenfalls wohl. Immerhin warteten daheim noch lecker Schoko-Dinkelmuffins, frische Sahne, Tee und Kaffee auf uns. Die Leckereien wollten mit etwas sportlicher Betätigung erarbeiten werden.

Für Yumi war das ein Hundeschulsonntag, für uns Menschen ein stimmungsvolles Highlight an diesem besonderen Sonntag. Der Nebel verwandelte die Umgebung in eine mystische beinahe Anderswelt. Yumipoo lernte neue Menschen in ihrem Zuhause kennen, neue Wege zu erobern und traf dabei auf den einen oder anderen Hund samt deren Menschen.  Yumchen pennt nun schon nahezu drei Stunden nach einer Barfmahlzeit und all den neuen Eindrücken. Sie träumt und strampelt dabei hin und wieder mit den Pfoten. Ob sie im Traum vielleicht doch ins Moor hineinsprang?

 

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