Jahreswechsel in olfaktorischer Schockstarre

Bis ca. 23:50h tauschte ich mich verzweifelt in einem Chat mit der Besitzerin eines weiteren Akitawelpen und Yumis Züchterin aus. Unsere buchstäbliche Pupsnase hatte Verdauungsprobleme. Ihr Stuhlgang war matschig bis hin zum Durchfall, was besonders für Welpen schnell gefährlich werden kann. Yumi sonderte dabei beinahe den ganzen Abend Gase ab, die niemand wirklich riechen will … Ich erspare mir jede weitere Beschreibung des geruchsmäßigen Ausnahmezustands … Zuletzt zündete ich ein ayurvedisches Räucherstäbchen an. Martin mahnte, bei dem Gasaufkommen im Raume solle ich besser aufpassen, dass es sich dabei nicht entzündet. 😀

Draußen ballerten bereits einige Leute kräftig mit Knallkörpern herum, so dass wir das Fenster immer nur kurz öffnen konnten, denn unser Welpe fand die Knallerei nicht wirklich erbaulich – wir auch nicht und mit uns ganz sicher auch die komplette Wildtierwelt nicht. Panisch reagierte unsere Yumimaus nicht, aber sie gab uns deutlich zu verstehen, dass sie lieber in den Garten als ganz außerhalb pieseln will.

Tags kochte ich für die Kleine eine Möhrensuppe, die sowohl aus der Kinder- als auch Tierheilkunde bei Durchfallerkrankungen als Moro’sche Suppe bekannt ist. Es werden Möhren geschält, klein geschnitten, in Wasser aufgekocht und 90 min. geköchelt. Hierbei entstehen Oligosaccharide, die sich an der Darmwand anhaften und schädliche Darmkeime eliminieren. Die gekochten Möhren müssen abgegossen und so fein wie möglich püriert werden. Danach wird die Möhrenbrühe soweit wieder dem Püree hinzugeben, bis die Suppe eine Buttermilchkonsistenz erhält. Die Suppe kann, wie oben bereits gesagt, auch in der Menschenheilkunde eingesetzt werden. Sie wirkte spontan positiv auf Yumis Verdauung, denn heute Morgen kam eine wohlgeformte, knallorange Wurst aus dem Pupspo. Kacke kann auch richtig hübsch aussehen, musste ich feststellen. 😉

Heute bekommt Dayumi neben der Möhrensuppe ihr bekanntes Futter und sonst werden wir vorerst keine Nahrungsexperimente mit ihr machen, bis ihr  Verdauungssystem ausgereift ist. Barfen ist eben doch die beste Ernährungsform. Da werden Nahrungsmittel zu Heilmitteln. Das ist schließlich auch ein ur-ayurvedischer Grundsatz.

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