Wachhundalarm

Es gibt ja wirklich jeden Tag etwas Neues zu berichten, wenn eine Welpenmaus im Haus ist. Gestern Abend bauten wir unseren Weihnachtsbaum ab. Den fand Yumi scheinbar überflüssig, reckte ihm hin und wieder mit großem Fragezeichen über ihrem Kullerkopp die Nase entgegen, um sich schließlich verständnislos wieder abzuwenden. Ich habe einem so zauberhaften Baum noch nie so viel Ignoranz entgegengebracht, wie an diesem Weihnachtsfest. Alles Yumis Schuld. 😉 Er war wirklich schön, kam vom Biohof Wulksfelde, das aber konnte ihm diesmal auch nicht das Weihnachtsbaumleben retten.

Über Nacht ließen wir den Baum auf der Terrasse stehen. So komplett abgeschmückt wirkte er auf Yumi schon viel interessanter. Für sie schön – für mich blöd‘. Während sie sich komplett unter den Baum schob und ausgiebig schnupperte, stand ich fröstelnd – nee, ziemlich heftig frierend – daneben. Nun könnte man meinen, ich hätte mit passenderen Klamotten dem eiskalten Wind etwas entgegensetzen können. Stimmt – es war aber tiefe Nachtzeit. Da kann ich anziehen, was ich will – ich würde zu so einer unsäglichen Zeit immer frieren! Ich wäre lieber im warmen Nachtlager liegen geblieben, Madame aber musste pieseln und ließ sich ob der Ablenkung durch den nadelnden Gesellen damit viiiieeeel Zeit …

Heute Mittag holte Martin vom Schubkarrenweg aus, der sich hinter unserem Garten befindet, den Baum von der Terrasse, um ihn zur Sammelstelle zu ziehen. Hej, ihr hättet mal unsere Yumi hören und sehen sollen. Sie knurrte mit stark angespanntem Körper richtig böse und fing an, den „Eindringling“ hinter ihrem Terrassenfenster anzubellen! Es war eher schwer, sie wieder zu beruhigen. Wer erdreistete sich, ihren Garten zu betreten?! Ich fand das beeindruckend. Das Baby lässt den Wachhund raus! 😀 Sie stellt also schon klar Revieransprüche. Frühreif …

Dabei lag sie noch gestern Abend schmusend auf meinen Beinen und wirkte so klein und wuzelig. Heute früh aber waren ihre Beine schon wieder länger. Die Lütten wachsen so schnell! Jeden Morgen werde ich ebenfalls ganzkörperbestiegen und überschwänglich begrüßt und geküsst. Und wenn ich ihr Gesichtchen in meine Hände nehme und ihre Wangen ein wenig zusammendrücke, dann lässt sie den Onkel Boti raus. Ich sehe einen Hauch von Boti in ihrem Gesicht. Wer Boti ist? Der schönste Rüde, den meine Augen je erblickten. Ich konnte diesen Akita-King-Kong sogar mit meinen eigenen Händen knuddeln, denn er lebt bei Nicole und Alexander, Yumis Züchtern. Glück muss man haben!

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