Alte Bekannte

 

Heute meisterten wir gemeinsam unseren ersten, gut zehnminütigen Spaziergang mit Yumchen an der Leine. Regnete es beinahe ununterbrochen die Tage und machte aus unserer kleinen Gartenwiese eine einzige Matsche, genossen wir draußen in der freien Natur umso mehr die Bewegung mit unserer Akitadame. Selbst sie hatte scheinbar die Nase voll davon, ewig in den Schlamm pinkeln zu sollen, denn damit es möglichst schnell ging mit unserer nicht wirklich stubenreinen Schönheit auf vier Pfoten, ließen wir sie die ersten Tage hinaus in den Garten fürs Geschäftle. Yumi sollte sich erst einmal in aller Ruhe an uns, ihren Wohnbereich und den Garten mit all den Geräuschen drumherum gewöhnen. Junghunde sollten möglichst nur so lange in Minuten laufen, wie sie an Lebenswochen zählen. Gerade die Großen wachsen so derart schnell, dass die noch weichen Knochen das Gewicht nicht wirklich gut aushalten. Deformationen könnten die Folge sein.

Heute lag genau die Energie in der Luft, die von uns das abverlangte, was uns allen gut tat: ein Spaziergang in der Sonne – ja, wirklich Sonne! Ich habe sie gesehen. Magisch schien sie genau in dem kleinen Zeitfenster vom Himmel, in dem wir Yumi wie eine alte Bekannte an der Leine erleben durften. Sie lief, als wäre sie schon seit mindestens 178 1/2 Jahren unser Hund. Was für eine Freude!

Wir mussten grinsen, als ein Auto unsere Wohnstraße heruntergefahren kam und sich die Beifahrerin den Hals nach Yumi verrenkte. Akitas sieht man ja nicht alle Tage. Vielleicht aber freute sie sich einfach auch nur darüber, einen Hundewelpen zu Gesicht zu bekommen. Dayumi traf kurz darauf einen ersten  mittelgroßen Zottelhund, der pechschwarz und ganz lieb war. Der Hund war okay für sie aber das Fahrrad seines Besitzers nicht. Das schien ihr nicht geheuer und sie grummelte ein wenig verängstigt in sich hinein. Ich nahm sie einfach nahe zu mir und ließ den Fahrradfahrer vorbei fahren. Insgesamt lobten wir Yumi immer wieder ausgiebig mit Leckerchen, weil sie so freudig mit uns lief! Am liebsten mag sie getrocknete Hühnerherzen. Vielleicht ist sie deshalb so cheeky?

Als wir auf dem Rückweg waren, kam ein Nachbar die Straße heruntergefahren und schien nicht schlecht zu staunen über unser schönes, neues Baby. Ich machte mir für einen Augenblick Sorgen, er könne die Kurve nicht recht kriegen und gegen den nächsten Laternenmast fahren … 😀

Mann, bin ich stolz auf unseren Hund! Dayumi meisterte bisher alles mit Bravour und ich freue mich auf viele weitere Ausflüge mit meiner Familie – das sind mein Mann Martin und mein Akita! Meine Kinder sind längst aus dem Haus und ich bin gespannt darauf, was sie sagen werden, wenn sie Yumi ein erstes mal live erleben! Auch bin ich gespannt darauf, wie Yumi auf Besuch reagieren wird.

Daheim bekam Wauzeline ihr Futter, welches sie sichtlich hungrig verschlang. Danach gab es ein Leckerli, welches sie genüsslich unter „Papis“ Sessel verspeiste und legte sich schließlich zufrieden,  müde und angefüllt mit vielen neuen Eindrücken in den „Schuhschrank“, wie ich zu sagen pflege, denn wir deponierten jeweils ein Paar Schuhe an der Terrassentür, damit wir zügig mit ihr in den Garten gehen können. Lieber Hundepup in der Gartenmatsche als auf dem Teppich …

Dann grummelte Martin, weil er piekende Leckerlikrümmel unter den Socken hatte, die Yumi an seinem Sessel hat liegen lassen. Baby war einfach zu satt.

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