Vorsicht Gift

Jetzt mal etwas weniger Humoriges in Yumis Blog, von dem ich hoffe, dass es viel gelesen und genauso so zügig im Alltag mit Hunden der Leser geändert wird, wie wir es heute getan haben.

Getrocknete Kanninchenhaut von Mascota vitalEine Freundin im online Netzwerk wies mich, nachdem sie ein Foto unserer Yumi mit einem Büffelhautkochen sah, darauf hin, dass die Dinger richtig richtig giftig sind. Ich recherchierte das daraufhin im Netz und schmiss die Dinger sofort weg! Ich hätte nie gedacht, dass das Zeugs so derart minderwertig und dazu noch mit vielen Chemikalien durchsetzt ist. Altes, mieses, gepresstes Lederzeugs mit Chemie durchtränkt und Spuren von Lockstoffen versehen! Und ich ging davon aus, es handele sich dabei um reine, getrocknet und gepresste Rinderhaut.

Auf dem Foto kaut unsere Yumi nun genüsslich auf eine gesunde Alternative von „Mascota vital“, nämlich auf getrocknete Kaninchenhaut, herum. Von der Firma WILDKIND gibt es getrocknete Kaninchenohren mit oder ohne Fell. Wir wählten ohne. Diese Sachen sind komplett ohne Chemie.

Natürlich kann man auch Rindsknochen selber abkochen und teils auch roh verfüttern.

Raupe reinkarniert

Kleine Akita Nimmersatt

Es gab doch da mal eine gewisse Geschichte einer kleinen Raupe, die nie satt wurde … Ich glaube, Yumi ist eine Reinkarnation des besagten Raupentieres. Sie schaut mir stets beim Essenkochen zu und reckt dabei ihre Nase in die Luft, um erschnuppern zu können, ob ich wohl hoffentlich ihre nächste Mahlzeit vorbereite!

In der Früh konnte sie kaum noch an sich halten, als ich das am Vorabend kühl gestellte Futter zunächst auf dem Herd anwärmte. Immer wieder kam ein gähnendes „HAUHHH“ aus der Lütten raus. Ungeduldig zappelnd folgte sie meinen Bewegungen, um sich zuletzt gierig auf ihren Napf zu stürzen. Sie futtert gern, das ist mal klar! 🙂

Aus der kleinen Raupe wurde ja zuletzt ein wunderschöner Schmetterling. Zuvor baute sie sich einen Kokon, vergleichbar mit den Schlummerzeiten unserer Yumi zwischen den Mahlzeiten und dem Gassigehen.

Aus Yumi wird in diesem Leben ganz sicher kein Schmetterling, aber bestimmt eine wunderschöne Akitadame – hoffentlich aber ohne Flügel unter den Pfoten, damit sie uns später nicht immer entfleucht.

 

Unser heller Stern

Dayumi war der hellste der sechs Welpen des D-Wurfs im Zwinger Kinu Hana Ken, weshalb sie für uns unser heller Stern ist. ❤

Im Augenblick wachsen besonders ihre Ohren und Beine exorbitant. Ihr süßer Wams war gerade vollgefuttert. Sie liebt es, am Bauch gekrault zu werden und an der Brust und an den Ohren und hinter den Ohren und am Rücken und den Beinen und dem Kopf und über der Nase und unterm Kinn und an den Flanken und …

 

 

Wachhundalarm

Es gibt ja wirklich jeden Tag etwas Neues zu berichten, wenn eine Welpenmaus im Haus ist. Gestern Abend bauten wir unseren Weihnachtsbaum ab. Den fand Yumi scheinbar überflüssig, reckte ihm hin und wieder mit großem Fragezeichen über ihrem Kullerkopp die Nase entgegen, um sich schließlich verständnislos wieder abzuwenden. Ich habe einem so zauberhaften Baum noch nie so viel Ignoranz entgegengebracht, wie an diesem Weihnachtsfest. Alles Yumis Schuld. 😉 Er war wirklich schön, kam vom Biohof Wulksfelde, das aber konnte ihm diesmal auch nicht das Weihnachtsbaumleben retten.

Über Nacht ließen wir den Baum auf der Terrasse stehen. So komplett abgeschmückt wirkte er auf Yumi schon viel interessanter. Für sie schön – für mich blöd‘. Während sie sich komplett unter den Baum schob und ausgiebig schnupperte, stand ich fröstelnd – nee, ziemlich heftig frierend – daneben. Nun könnte man meinen, ich hätte mit passenderen Klamotten dem eiskalten Wind etwas entgegensetzen können. Stimmt – es war aber tiefe Nachtzeit. Da kann ich anziehen, was ich will – ich würde zu so einer unsäglichen Zeit immer frieren! Ich wäre lieber im warmen Nachtlager liegen geblieben, Madame aber musste pieseln und ließ sich ob der Ablenkung durch den nadelnden Gesellen damit viiiieeeel Zeit …

Heute Mittag holte Martin vom Schubkarrenweg aus, der sich hinter unserem Garten befindet, den Baum von der Terrasse, um ihn zur Sammelstelle zu ziehen. Hej, ihr hättet mal unsere Yumi hören und sehen sollen. Sie knurrte mit stark angespanntem Körper richtig böse und fing an, den „Eindringling“ hinter ihrem Terrassenfenster anzubellen! Es war eher schwer, sie wieder zu beruhigen. Wer erdreistete sich, ihren Garten zu betreten?! Ich fand das beeindruckend. Das Baby lässt den Wachhund raus! 😀 Sie stellt also schon klar Revieransprüche. Frühreif …

Dabei lag sie noch gestern Abend schmusend auf meinen Beinen und wirkte so klein und wuzelig. Heute früh aber waren ihre Beine schon wieder länger. Die Lütten wachsen so schnell! Jeden Morgen werde ich ebenfalls ganzkörperbestiegen und überschwänglich begrüßt und geküsst. Und wenn ich ihr Gesichtchen in meine Hände nehme und ihre Wangen ein wenig zusammendrücke, dann lässt sie den Onkel Boti raus. Ich sehe einen Hauch von Boti in ihrem Gesicht. Wer Boti ist? Der schönste Rüde, den meine Augen je erblickten. Ich konnte diesen Akita-King-Kong sogar mit meinen eigenen Händen knuddeln, denn er lebt bei Nicole und Alexander, Yumis Züchtern. Glück muss man haben!

Alte Bekannte

 

Heute meisterten wir gemeinsam unseren ersten, gut zehnminütigen Spaziergang mit Yumchen an der Leine. Regnete es beinahe ununterbrochen die Tage und machte aus unserer kleinen Gartenwiese eine einzige Matsche, genossen wir draußen in der freien Natur umso mehr die Bewegung mit unserer Akitadame. Selbst sie hatte scheinbar die Nase voll davon, ewig in den Schlamm pinkeln zu sollen, denn damit es möglichst schnell ging mit unserer nicht wirklich stubenreinen Schönheit auf vier Pfoten, ließen wir sie die ersten Tage hinaus in den Garten fürs Geschäftle. Yumi sollte sich erst einmal in aller Ruhe an uns, ihren Wohnbereich und den Garten mit all den Geräuschen drumherum gewöhnen. Junghunde sollten möglichst nur so lange in Minuten laufen, wie sie an Lebenswochen zählen. Gerade die Großen wachsen so derart schnell, dass die noch weichen Knochen das Gewicht nicht wirklich gut aushalten. Deformationen könnten die Folge sein.

Heute lag genau die Energie in der Luft, die von uns das abverlangte, was uns allen gut tat: ein Spaziergang in der Sonne – ja, wirklich Sonne! Ich habe sie gesehen. Magisch schien sie genau in dem kleinen Zeitfenster vom Himmel, in dem wir Yumi wie eine alte Bekannte an der Leine erleben durften. Sie lief, als wäre sie schon seit mindestens 178 1/2 Jahren unser Hund. Was für eine Freude!

Wir mussten grinsen, als ein Auto unsere Wohnstraße heruntergefahren kam und sich die Beifahrerin den Hals nach Yumi verrenkte. Akitas sieht man ja nicht alle Tage. Vielleicht aber freute sie sich einfach auch nur darüber, einen Hundewelpen zu Gesicht zu bekommen. Dayumi traf kurz darauf einen ersten  mittelgroßen Zottelhund, der pechschwarz und ganz lieb war. Der Hund war okay für sie aber das Fahrrad seines Besitzers nicht. Das schien ihr nicht geheuer und sie grummelte ein wenig verängstigt in sich hinein. Ich nahm sie einfach nahe zu mir und ließ den Fahrradfahrer vorbei fahren. Insgesamt lobten wir Yumi immer wieder ausgiebig mit Leckerchen, weil sie so freudig mit uns lief! Am liebsten mag sie getrocknete Hühnerherzen. Vielleicht ist sie deshalb so cheeky?

Als wir auf dem Rückweg waren, kam ein Nachbar die Straße heruntergefahren und schien nicht schlecht zu staunen über unser schönes, neues Baby. Ich machte mir für einen Augenblick Sorgen, er könne die Kurve nicht recht kriegen und gegen den nächsten Laternenmast fahren … 😀

Mann, bin ich stolz auf unseren Hund! Dayumi meisterte bisher alles mit Bravour und ich freue mich auf viele weitere Ausflüge mit meiner Familie – das sind mein Mann Martin und mein Akita! Meine Kinder sind längst aus dem Haus und ich bin gespannt darauf, was sie sagen werden, wenn sie Yumi ein erstes mal live erleben! Auch bin ich gespannt darauf, wie Yumi auf Besuch reagieren wird.

Daheim bekam Wauzeline ihr Futter, welches sie sichtlich hungrig verschlang. Danach gab es ein Leckerli, welches sie genüsslich unter „Papis“ Sessel verspeiste und legte sich schließlich zufrieden,  müde und angefüllt mit vielen neuen Eindrücken in den „Schuhschrank“, wie ich zu sagen pflege, denn wir deponierten jeweils ein Paar Schuhe an der Terrassentür, damit wir zügig mit ihr in den Garten gehen können. Lieber Hundepup in der Gartenmatsche als auf dem Teppich …

Dann grummelte Martin, weil er piekende Leckerlikrümmel unter den Socken hatte, die Yumi an seinem Sessel hat liegen lassen. Baby war einfach zu satt.

Unmissverständlicher Fußabdruck

… in unserer Hütte!

Heute in aller Früh – genau genommen war es tiefe Nacht – dachte ich, ich müsse den Tierarzt alarmieren, da ich den Verdacht hatte, Yumi könne sich über Nacht mit Tollwut infiziert haben. Vielleicht hat ja eine der Amseln, die ich regelmäßig füttere, Tollwut? Ja, so könnte sich die Ansteckung zugetragen haben…  Yumi war wie ausgewechselt, biss mir rotzfrech in die Füße mit ihren spitzen Zähnchen, tobte wie von der Tarantel gestochen durchs Zimmer, linste mich aus ihrem letzten Augenwinkel an und zog dabei kräftig an der Tischdecke, die ich, mutig wie ich bin, noch nicht entfernt hatte.

Sie schüttelte wie wild ihren Schmuseelch und schmiss ihn dabei Haken schlagend  quer durch den Raum. Wieder Bisse im Vorbeirennen  in meine Füße und Waden – dieses Biest, dachte ich! Sie muss Tollwut haben!  Oder hat ihr jemand über Nacht verraten, dass sie Akita von Beruf ist? Dann machte sie zu allem Überfluss ein Pfützchen auf den Teppich … na-toll. Dabei war sie noch gestern beinahe stubenrein, pieselte am Vormittag nur ein kleines Pfützchen verlegen neben Martins Lieblingssessel.

Unsere Maus kommt mehr und mehr bei uns an und probiert sich aus, will wissen, ob ich es ernst mit ihr meine, lotet Grenzen aus und will bekümmert werden. Nicht zuletzt könnte es sich durchaus auch um reine Lebensfreue handeln, wenn ein Baby derart ausrastet?

Sei es drum, der Tobsuchtsanfall mündete in eine kleine Kotzattacke – weißer Schaum! Oder doch Tollwut? 😉 Seit Neuestem dauerhaft im Halbschlafmodus, fand ich mich mit der frechen Liese an der Leine im dunklen, kalten Garten wieder, nachdem ich Kotz‘ und Pipi weggewischt hatte. Dort biss sie zickig in jeden Busch und begann zu buddeln. Das könnte sich wohl noch einige Male genau so zutragen, mahnt mein Bauchgefühl.

Ihrer Trockenfuttermäkelei am späten Abend bis heute Früh begegnete ich geduldig und konsequent und stellte ihr den Napf mit dem Welpenfutter von Platinum (Werbealarm …) insgesamt drei mal wieder hin, bis schließlich alles weggeputzt war. Ich animierte sie zum Fressen, indem ich ihr den einen oder anderen Brocken direkt aus der Hand fütterte. Das soll ja gut für die Bindung sein habe ich in einem schlauen Buch gelesen. Heute kochte ich ihr zur Beruhigung ihrer Verdauung Möhren mit Basmatireis und mischte gekochtes Hühnchenfleisch drunter, denn ihr Kot war etwas zu weich. Die Mahlzeit war noch lauwarm und duftete besonders aromatisch, so dass Miss Faustdick keine Chance hatte, erneut zu mäkeln. Hätte sie gemäkelt, ich hätte das lecker Essen vermutlich selbst gegessen … Ich muss ja als Akitabesitzerin schließlich auch bei Kräften bleiben!

Unsere Wutzeline setzt bereits als Baby unmissverständlich ihre beeindruckenden Fußabdrücke. Wir bekommen eine Ahnung, was uns da zukünftig noch so an gebündelter Energie ins Haus steht. Wir wollten es ja nicht anders … 😀

Ich erinnere mich an meine Neufihündin, die zwar enorm groß und schwer herangewachsen war, aber ein im Vergleich geradezu träges Gemüt dagegen bot. Erfahrungen sind also manches Mal für die Katz‘, obwohl wir es hier nicht mit einer Katz‘ sondern eindeutig  mit einem speziellen Wolf zu tun haben, nämlich dem Akita, der begonnen hat, seine unverwechselbaren Fußabdrücke in unser Leben zu setzen.

 

Sehnsucht

Schwester gesucht
Man könnte meinen, das Spiegelbild zeigt sie als bereits erwachsen.

Und manchmal scheint unsere kleine Hundemaus zu trauern und sucht ihre Schwestern, ihre Mom und wohl auch ihre Zieheltern Nicole und Alexander. Besonders in den frühen Morgen- und Abendstunden, wenn Yumi sich in der großen Fensterscheibe spiegelt, ist eine Aura tiefer Sehnsucht um sie herum. Dann fordert sie das Hündchen im Fenster zum Spielen auf und kratzt mit dem Pfötchen, scheint nicht ganz wahrhaben zu wollen, dass sie es selbst ist, – doch eine Ahnung davon scheint für sie spürbar zu werden.

Es ist wie ein Symbol für Unwiederbringliches, wenn das verschwommene Spiegelbild erscheint. Es ist nicht mehr wirklich greif- und erkennbar. Es ist und bleibt Vergangenheit. Manches davon wird sogar ganz in Vergessenheit geraten. Anderes bewahren sich Tier und Mensch als Erinnerungen. Es berührt mich immer zutiefst, wenn ich das Bild dieser Tage sehe. Das kleine Wesen wird nun lernen müssen, ganz im Hier und Jetzt anzukommen, muss dafür vieles loslassen, um Raum zu schaffen für all das Neue. Wir sind mit ihr gemeinsam und achtsam auf dem Weg. ❤

 

Sleeping and dreaming …

… von wegen!

Wir bekommen schon deutlich zu spüren, dass wir nun einen waschechten Akita in der Hütte haben!  Auf den Bildern ist sie zum Knutschen süß anzusehen. Aber wehe, sie macht die Augen auf 😀 … dann geht’s rund in der Bude! Da ist richtig Schub hinter! Beisst das Mädel doch in meinen geliebten Opiumtisch! Außer Klebstoff, Tesafilm, ein paar stumpfer Scheren und sonstigem Krimskrams ist da aber KEIN Opium drin … Wozu braucht man auch Opium, wenn man einen Akitawelpen im Haus hat?! So wie ich mich nach der ersten Nacht mit Yumi fühle, stelle ich mir die Drogenwirkung in etwa vor. Wie – fragte ich mich ganz oft in den vergangenen Stunden – schaffte Nicole Casey es, mit 11 dieser Rabauken klar zu kommen? Dazu hat die Züchterin noch 6 erwachsene Akitanasen im Hause! Hut ab (den ich mir jetzt am liebsten übers Gesicht ziehen würde für eine Stunde Schlaf).

Auch wenn sie schläft, die Kleine, hält sie mich in ihrem Bann. Ich muss das süße Hundegesichtchen dann unbedingt fotografisch fixieren und mich dabei beherrschen, das Knudelding nicht abzuknutschen. Das würde sie nur unnötig wecken. Lass‘ lieber einen Welpen lange schlafen! 😀  Sie werden doch so schnell groß, diese kleinen Pissnelken!

Ach-ja, vom Opiumtisch bekam ich sie nur mit einer angebotenen Alternative weg, indem ich ihr ein Hundespielzeug ins freche Mäulchen stopfte, nachdem ich sie allerdings schon etwas nachhaltiger ermahnte – natürlich ohne Gebrüll und anderweitiger welpenzerstörender Maßnahmen. Es ist immer gut, wenn man sich anschaut, wie Hundemütter ihre Lütten erziehen. Das sollten wir Menschen besser adaptieren.

Ganz ehrlich! Ich bereue nichts! Ich würde mir immer wieder das freche Mädchen auf vier Pfoten freiwillig ins Haus holen!

Frohe Weihnachten! 🙂