Einen ersten Liebeskummer …

erlitt Sam, der super liebe Berner-Schweizer-Sennenmix meiner Tochter aus dem Tierschutz. Er klebte heute förmlich an Yumis Hinterteil. Schon am Samstag in der Hundeschule fiel Martin und mir auf, dass Yumi einige Male auf der großen Wiese markierte, kaum richtig bei der Sache und regelrecht zickig war.

Zeitweilig schien Yumi die Aufmerksamkeit des jungen Rüden zu gefallen. Er ist derweil  zu einem imposanten, hübschen Rüden herangewachsen und gut erzogen. Einige Male aber warnte sie Sam Zähne fletschend und knurrend, wenn er ihr zu aufdringlich wurde. Die zwei Wauznasen markierten im Garten meiner Tochter um die Wette. In einigen Wochen wird Yumi also erneut läufig und macht jetzt schon wieder alle vierbeinigen Kerle wuschig.

Heißer Tag – Badetag

An Tagen wie diesen, an denen sich die Temperaturen bereits am frühen Morgen als schweißtreibend erweisen, halten wir Hunderunden eher kurz und knackig. Yumi suchte den Schatten während des Spazierganges in der Früh. Tagsüber sind die heißen Straßen und Wege eine Zumutung für ihre Pfoten, weshalb wir es möglichst vermeiden, mit ihr vor dem frühen Abend rauszugehen.

Eine gute Gelegenheit, ihr eine schöne Abkühlung zu verschaffen. Gartenschlauch aufgedreht, ein wenig naturkosmetisches Hundeschampoo und Leckerlis zurechtgestellt – fehlte nur noch … der Hund. Ihr schwante bereits Böses … Ich bade sie eher selten, weshalb ich erstaunt war, dass sie mich mit meinem Vorhaben längst durchschaut hatte, die spitzfindige Liese. Als ihr allerdings das kühle Nass munter übern Pelz rann, genoss sie es sichtlich. Gleichzeitig fiel eine Menge Fell von ihr ab, obwohl ich Yumi seit Wochen beinahe täglich bürstete, um sie von der warmen Wolle zu befreien und unseren Staubsauger zu entlasten… Unfassbar, was da so alles von einem Akita abfällt. Es bedurfte viel Wasser, um nach dem Duschen das Terrassenholz von all den Flusen zu befreien. Ganz nebenbei duschte ich mit, denn alle Augenblick schüttelte sich das Yumitier kräftig.

Nun liegt sie mir zu Füßen und duftet wie ein Pfirsich.

Vier 1/2 Stunden Rückruf-Special

Das war heute wahrlich ein Vollpower-Trainingssonntag in unserer Hundeschule mit Trainerin Jenny, Trainer Marcel und 11 weiteren Hunden mit ihren Menschen. Neben einem theoretischen Teil gab es im Anschluss intensive Übungen zur Königsdisziplin Rückruf. Yumi meisterte alles ganz souverän. Ob es das Parieren im Freilauf, das Bei-Fuß-Gehen mit und ohne Leine, den Rückruf vom leckeren Futternapf oder das Ablenken durch Rufe der anderen Teilnehmer in Yumis Richtung betraf, unsere Hündin ließ sich nicht beirren und meisterte den Rückruf nahezu perfekt. Beim zweiten Versuch des Ablenkens durch Rufe blieb sie sogar lieber gleich an meiner Seite. Was interessieren sie auch die Rufe der anderen … Ist ja schließlich unter der Würde eines Akita … 😉 

Schließlich übe ich ja auch täglich mit ihr, bin sozusagen eine Hundegebetsmühle. Es muss ja auch mehr und mehr fruchten. Damit sollte man möglichst nicht nachlässig sein. Ich jedenfalls erlaube Yumi keinerlei Schwammigkeit in den Ausführungen der Befehle. Ihr tut meine konsequente Hand ganz offensichtlich gut.

Das Training mit geschultem Personal immer wieder einmal aufzufrischen und vor allen Dingen eigene Fehler dabei ausmerzen zu können, muss nicht zwangsläufig öde sein. Gute Trainer machen daraus ein schönes, erfüllendes Sonntags-Event für Tier und Mensch. Es gab sogar ein kleines Buffet mit Salat, Kuchen und Getränken für uns Menschen.

Wir hatten viel Spaß und sind richtig richtig stolz auf unsere Akitadame, obwohl es allen viel Kraft abverlangte, was sich an todmüden Hunden während des Abschlussgesprächs zeigte.

Jeweils im Einzelunterricht folgt zeitnahe ein kleines Aufbautraining im Rückruf  von ca. 30 Minuten mit einem Hasendummy. Oha! Ich bin gespannt und zieh‘ mich schon mal warm an … 

Yumi liegt derweil platt wie eine Flunder hinten auf dem Flur. Da hat sie ganz ihre Ruhe.  Tz … kaum geschrieben, liegt sie mir wieder zu Füßen. Ich schätze mal, sie wird am morgigen Montag viel Ruhe einfordern.

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Chilliger Samstag

Zeit für allerhand kleiner Arbeiten in Haus und Garten. Yumi sucht sich stets einen Platz in unserer Nähe, schaut uns entweder zu oder schlummert zufrieden.

Gewitter liegt in der Luft

Schnell noch mal mit der Kamera die schönsten Blüten einfangen, bevor das Gewitter beginnt. Vom Süden zieht es tiefschwarz heran.

Ich ließ Yumi mal besser im Haus. Man muss es ja wirklich nicht übertreiben mit all den  vielen Fotos vom Hündchen – die reinste Bilderflut! Jetzt kommt vermutlich erst einmal eine Regenflut … Allerdings … war die Hundedame … anderer Meinung …

Pfingsten – die magischen Tage

In diesen magischen, kraftvollen Tagen kommen aus christlicher Sicht die Ostertage zum Ende. Die Seele will ein stück weit Heim kehren und dabei können Dinge ans Licht kommen, die kaum mehr zurückgehalten werden können,  ob angenehmer oder auch weniger angenehmer Natur. Man kann sich der Magie kaum entziehen wenn man sensibel genug in die Dinge schaut. Was auch immer geschieht, hinterher leuchtet die Seele erleichtert auf und kann befreit und beschenkt in sich ruhen. Leben heisst lernen, mitfließen und annehmen.

Für unser YumelPumel gab es heute während eines kleinen, erneuten Stadttrainings auch etwas lernend zu vertiefen, aber erst am frühen Abend. Das ergab sich so. Es zeigte sich erneut, dass sie deutlich gechillter mit dem kleinen Trubel unseres Ortskerns umgehen konnte. Naturgemäß waren alle Geschäfte geschlossen, so hielt sich das Treiben drumherum in Grenzen. Es war für uns bis hierher eine harte Aufgabe, Yumis angstbesetzte Konditionierung aufzubrechen. Ein stück weit müssen wir ihr süßes Hundewesen eben auch im übersetzten Sinne Heim führen, ihre liebe Seele mehr und mehr öffnen. Nach solchen Trainingseinheiten ist sie für gewöhnlich eine Spur gestärkter. Hin und wieder macht es mich traurig, dass Yumis Welpenzeit für sie selber so wenig unbeschwert war aufgrund ihrer bisweilen panischen Ängste vor Menschen und ganz normalen Dingen unserer Welt.

In der Mohnblüte

Wie auf einer Schlachtbank …

… zumindest tut Yumi so, wenn ich ihr dieser Tage sämtliche locker sitzende Wolle aus dem Pelz bürste. Kaum war sie nach der Läufigkeit wieder herrlich aufgehaart, macht sich die Hundedeern schon wieder nackig. Ihr Podex schaut nun gerupft aus wie ein tausendjähriger Perserteppich …

RAPSodie in Gelb

Den sonnigen Sonntag nutzen wir für einen Ausflug ins tiefe Schleswig-Holstein, trafen uns mit meiner Tochter und ihrem Rüden Sam, um einen ausgiebigen Spaziergang durch die Natur zu unternehmen. Außerdem hatte ich mir fest vorgenommen, mit Yumi ein paar schöne Fotos im Rapsfeld zu schießen, bevor dieser ganz verblüht ist. Wir wanderten ca. 5 km rund um einen naturnahen See, in dem unzählige Frösche klagend ihre Liebeslieder quakten, Enten im sonnig funkelnden Wasser dösten und Schwäne brüteten. Ein paradiesisches Stück Natur bot uns herrliche Eindrücke und sorgte für Freude und Erholung. Unsere Hunde hatten ebenfalls Spaß und rannten wild miteinander im Grünen umher. Yumi knuffte dabei übermütig den jungen Sam hin und wieder mit ihren Zähnen in dessen Allerwertesten, so dass der Rüde immer mal irritiert aufquiekte und dann für Augenblicke nicht recht wusste, wie er die maullastigen Äußerungen seiner Spielgefährtin deuten sollte.

Wir sind heilfroh, dass sich unsere Hunde derweil gut miteinander verstehen. Nach unserer kleinen Wanderung kehrten wir auf einen Kaffee und einen Tee bei meiner Tochter ein. Mein Schwiegersohn hatte an seinem Schuppen handwerklich mächtig zu tun und bekam von einigen kräftigen Burschen Unterstützung. Unsere Hunde lagen ein Weilchen zufrieden um uns herum, bis wir alsbald wieder Heim fuhren.